Ökologisches Bewußtsein und das Auto? #kfz
Was ist zu halten, vom ökologischen Bewußtsein in Deutschland?
Politische Maßnahmen – egal, ob sie E10 oder Feinstaubplakette heißen – sind sicher kein Indikator dafür, welches ökologische Bewußtsein in Deutschland besteht. Hier kann sicher nicht zu Unrecht auch die Frage gestellt werden, ob es sich um sinnvolle Dinge oder nur um Aktionismus handelt.
Klar ist, dass es den KFZ-Herstellern und Importeuren in den letzten Jahren durch verschiedene Entwicklungen gelungen ist, den Benzin- und Dieselverbrauch ihrer „Flotten“ zu senken. Gleichzeitig ist aber festzustellen, dass der Kauftrend in Deutschland wieder mehr und mehr zu starken Motoren und mehr PS/kW geht. 1995 lag die durchschnittliche Motorleistung der verkauften PKW bei 95 PS, im Jahr 2000 lag sie bei 110 PS. Im ersten Halbjahr 2011 hatte ein in Deutschland verkaufter PKW im Durchschnitt 134 PS. Dabei „reichen“ dem Privatkäufer 125 PS, während der Firmenwagen im Schnitt mit 152 PS geordert wird. Dies geht aus einer Studie des CAR-Institus der Universität Duisburg-Essen hervor.
Beigetragen zu dieser Entwicklung hat auch die wachsende Beliebtheit von SUVs (Sport Utility Vehicle) oder Geländelimousinen. Diese sind in der Regel höher motorisiert als „normale“ PKW, da sie auch ein höheres Gewicht und einen höheren Windwiderstand verbuchen. Der Anteil dieser Fahrzeuge macht inzwischen 13,6% aus. Der Dieselanteil in Deutschland liegt aktuell bei 46,6% nach 41,9% im Vorjahr.
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