Saab meldet Insolvenz an #kfz
Nach langem Hin und Her zwischen den bisherigen Eigentümern, General Motors und chinesischen Investoren hat der schwedische Automobilhersteller Saab Insolvenz beantragt.
Bereits seit neun Monaten hatte Saab nicht mehr produziert. Infolgedessen war es in den letzten Monaten immer wieder zu verspäteten Lohnzahlungen und Insolvenzgerüchten gekommen. Bis zuletzt bestand die Hoffnung, dass Saab durch chinesische Investoren übernommen würde. Da es zudem noch zu Lizenzstreitigkeiten mit dem früheren Eigentümer General Motors kam, zogen sich diese Verhandlungen immer mehr in die Länge. Die Gespräche des vergangenen Wochenendes haben dann dazu geführt, dass Unternehmenschef Muller nun selbst Insolvenz beantragt hat.
Die Zahl der Saab-Händler ist in Deutschland in den letzten Jahren aufgrund der wirtschaftlichen Probleme des Herstellers immer weiter zurückgegangen. Zuletzt wurde die Marke meist als Zweitfabrikat von Händlern verkauft. Für diese geht nun eine lange Phase der Unsicherheit zu Ende, in der auch der Bezug von Ersatzteilen für Saab-Fahrzeuge immer schwieriger wurde. Die Insolvenz bedeutet nun vielleicht die Chance zumindest einen Saab-Service für Bestandskunden sicherstellen zu können. Aus unserer Sicht ist die nun gefallene Entscheidung für alle Beteiligten besser als die Ereignisse der letzten Wochen, die auch für Saab-Kunden zu immer größerer Verunsicherung geführt haben. Ein Neustart – egal unter welchen Vorzeichen – wäre damit immer schwerer geworden.
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